25.7.13

In vier Wochen Lappland und zurück - mit Natasha



Wir haben uns also entschlossen Natasha nach Lappland mit zu nehmen.
Wir sind durch Deutschland durch nach Dänemark, über die Storebelt-Brücke und Öresundbrücke, bis nach Schweden. Also alles Landweg.
 
Wir haben alles Mögliche getan, damit es irgendwie klappt.
So fuhren wir also schwer beladen Richtung Norden.

 
 
 
Ich hatte die blöde Idee Natasha vor der Abfahrt noch mit Spezialleckerli zu füttern (da soll was beruhigendes drin sein). Ich habe erst danach bemerkt dass die ausgetrocknet und abgelaufen waren.
Es kam wie es kommen musste ... kaum 5 Kilometer gefahren hat Natasha erbrochen.
Dann der erste Stopp um zu putzen. Mit Mineralwasser wie man sieht.
Kaum weiter gefahren, kurz vor der Grenze in Basel, hat sie wieder erbrochen. Kurze Zeit später nochmals.
Klar haben wir uns Gedanken gemacht!
Klar haben wir überlegt ob es trotz allem vom Fahren kommen könnte.
ABER: Natasha kennt das Autofahren. Ich wusste es natürlich nicht ganz genau, aber ich denke dass sie auch Zuhause erbrochen hätte.
Sie war auch absolut nicht aufgeregt oder gestresst während dem Fahren.
Tony wollte zurück nach Hause, er sah sofort rot.
Ich wollte weiter, denn innerlich wusste ich ganz genau dass das gut geht. Ich kenne Natasha und habe gesehen dass sie daneben relaxt war. 
So sind wir also weiter (gottseidank).
 
 

 
 
Am Abend, vier Stunden nach der Ankunft am ersten Platz, hat sie dann nochmals erbrochen.
Dann war aber gut.
 

 Hier am Ankunft beim ersten Halt. Sie war sofort auf dem Beobachtungsposten und unglücklich sah sie nicht aus.
 
 
 
Ich habe Abends Natasha Fencheltee gemacht.
Und den hat sie sogar getrunken, ja sie hat ihn geliebt.
Noch drei Tage habe ich ihr diesen Tee gemacht.
Ich hätte nie gedacht dass es Katzen gibt die Fencheltee lieben.
 
 
 
 
 
Hier spielt sie mit Federn und selber gemachtem Spielzeug.
 
 
 
 
Am Morgen muss man erst  mal die Lage chequen.
Natasha trägt das Geschirr nur zum Fahren, danach wird es sofort entfernt.
 
 


Hier zeige ich mal wie so ein Katzentransport vom Auto nach hinten in den Wohnwagen abläuft.
Natasha reist ja in einer grossen, von Tony selber gemachten Box, hinten im Auto.
 

 
 


 
Hier hatten wir die Idee, nach vielen Stunden Fahrt (ich glaube es waren sechs), auf einem Parkplatz zu rasten und mit Natasha nach hinten in den Wohni zu gehen. So eine Art Pause.
Das hat sich aber überhaupt nicht bewährt, denn danach war sie quengelig, denn sie hat ja eigentlich erwartet dass wir nun angekommen sind. Die Weiterfahrt hat sie sehr irritiert.
 
Wir sind oft 8-10 Stunden pro Tag gefahren. Ein oder zweimal sogar 11 Stunden.
Meist hat uns Natasha die ersten 10 - 30 Minuten angeschrien (naja, so schlimm war es nicht).
Sie wollte halt zu uns, und das ging nicht. Danach war meistens Ruhe.
Dann hat sie geschlafen oder war auf ihrem Aussichtsplateau oben.
Sie war nie gestresst, meistens ganz locker, so wie Zuhause.
Ich denke sie hat uns vertraut.
Nach 4 Tagen fahren sind wir dann in Schweden - Lappland angekommen.
In Blattnicksele sind wir dann 11 Nächte geblieben.
Danach sind wir wieder zurück.
Auf dem Rückweg haben wir die Fähre genommen.
Natasha hat das super gemeistert. Es waren ja nur 45 Minuten. Auch auf dem Schiff war sie relaxt.
 
 


Na, wo ist denn die Maus ...
 


 
Es ist halt schon so, dass man in einem Wohnwagen keine Tabuzonen schaffen kann.
Die Katze darf prinzipiell alles. Der Platz ist ja auch so eng.
Mit einer Ausnahme: Wenn ich koche, dann darf sie da nicht rauf, das wäre zu gefährlich.
Es gab also eine einzige Regel, das ging.
 
 
 
 
Ich habe für Natasha hochwertiges Futter in Büchsen und Beuteln mitgenommen.
Sollte ich kein Fleisch zur Hand haben und der Weg zum nächsten Laden wäre zu weit, wäre das die ideale Lösung. Nachdem sie aber mal einen Inhalt einer Büchse erbrochen hat, habe ich nur noch Fleisch gefüttert. Das ging und wir hatten Ruhe vor solchen Überraschungen.
 
 
 
Hier Natasha in Action.
Ihr Lieblingsplatz im Wohnwagen.
 




 
In Blattnicksele haben wir Natasha den Balkon angehängt.
 
Jeden Tag lag sie dort und hat die Aussicht genossen.
Vögel beobachten oder Menschen die ankamen und wieder gingen zu beäugen, das war der Hit.
 

 
 
 
 
Hier geniesst Natasha den kühlen Luftzug des geöffneten Balkons.
Wir durften den Wohni in den Schatten stellen, das war super. So konnten wir auch Ausflüge machen ohne Angst haben zu müssen, dass sich  im Wagen drin eine Bruthitze entwickelt.
 
Leider konnte ich nie mit Natasha an der Leine gehen, da es viele Hunde auf dem Platz hatte.
Ich wollte lieber vorsichtig sein und keine Panik herauf beschwören.
 
 

 
 
Auf der Rückfahrt haben wir in Frankfurt übernachtet.
Es war sehr sehr heiss. Im Auto sahen wir dass draussen 37° war. Im Auto drin war es kühl.
So mussten wir dann die Katze vom gekühlten Auto in den heissen Wohnwagen tragen.
Es ging kein Lüftchen, keine Chance auf irgendwelchen Durchzug.
Im Wohnwagen drin war 40°.
Wir brachten die Hitze fast nicht raus.
Ich musste Natasha die Ohren mit kaltem Wasser kühlen und ich habe ihre Pfötchen in einem Becher gekühlt.
Es waren wohl die stressigsten 2 Stunden für sie.
Abends und Nachts dann auch fast keine Abkühlung, aber immerhin waren es dann "nur" noch milde 30°
 



Wir sind mit Natasha im Auto ca. 5000 km gefahren.
Alles in allem ging alles gut, bis auf den ersten Tag.
Natasha war (bis auf den Hitzetag) nie gestresst oder hat sich gequält.
Sie war wie immer; Neugierig, kaum zu stressen und sehr auf uns bezogen.
Zuhause hatte ich das Gefühl dass sie auf die Weiterfahrt wartet ;)
Es hätte mich nicht gewundert wenn sie mal das Geschirr angeschleppt hätte ...


Unseren Reisebericht könnt ihr
hier klick lesen.

1 Kommentar:

Emma hat gesagt…

Ihr habt eine herrliche Reise gemacht. Ich habe deinen Reisebericht gelesen. Die Bilder sind auch ganz toll. Natasha hat es bestimmt gefallen. Ihr Balkon ist ja klasse.
Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen