24.8.13

Transportbox Marke Eigenbau für 3 Katzen

 
 
Ich bin stolz auf Tony!
Diese Transportbox hat er geplant und gebaut!
Schön angepasst an den Volvo.
 
 
Hier die Seite mit dem Schieber (Plexiglas). Von da aus kann man die Katzen bequem entnehmen wenn man am Ziel angekommen ist. Und zwar vom Auto aus, jede einzeln.
 
 
 
Wir haben die Box an den verfügbaren Platz im Auto angepasst.
Hier die andere Seite ohne Schieber.
Links das Katzenklo, rechts eine Kuschelhöhle.
Boden Sperrholzplatte mit Novilon überzogen.
Dach aus Sperrholz.
Geschlossenen Seiten und Türen aus Sperrholz, zu verschliessen mit Schieber.
Hinter dem Katzenklo gibt es zwei Türchen.
Die Sitzbretter sind aus Sperrholz, überzogen mit Filzplatten (für den sicheren Halt während dem Fahren).
Ausserdem Drahtgeflecht an den Seiten.
 
Hier kann man gut den Plexiglas-Schieber sehen. Zum entnehmen der Katzen.
 
 
Hinter dem Katzenklo an der Stirnfront gibt's zwei Türchen.
So kann man das Klo raus ziehen (unten).
 
 
Und die Katzen können oberhalb nicht entwischen.
 
 
Oben zu öffnen für die Reinigung oder ähnliches.
 
 
 
Angepasst am Auto.
An der linken Seite (beim Sitz) der Schieber.
Ist man am Ziel angekommen, sitzt man ins Auto rein, schliesst die Türe und öffnet den Schieber, entnimmt eine Katze und schliesst den Schieber wieder. Sollte eine Katze entwischen, ist sie im Auto und nicht Draussen.
♥ Ich bin mega stolz auf meinen Mann! ♥
 
 
 
 
 

25.7.13

In vier Wochen Lappland und zurück - mit Natasha



Wir haben uns also entschlossen Natasha nach Lappland mit zu nehmen.
Wir sind durch Deutschland durch nach Dänemark, über die Storebelt-Brücke und Öresundbrücke, bis nach Schweden. Also alles Landweg.
 
Wir haben alles Mögliche getan, damit es irgendwie klappt.
So fuhren wir also schwer beladen Richtung Norden.

 
 
 
Ich hatte die blöde Idee Natasha vor der Abfahrt noch mit Spezialleckerli zu füttern (da soll was beruhigendes drin sein). Ich habe erst danach bemerkt dass die ausgetrocknet und abgelaufen waren.
Es kam wie es kommen musste ... kaum 5 Kilometer gefahren hat Natasha erbrochen.
Dann der erste Stopp um zu putzen. Mit Mineralwasser wie man sieht.
Kaum weiter gefahren, kurz vor der Grenze in Basel, hat sie wieder erbrochen. Kurze Zeit später nochmals.
Klar haben wir uns Gedanken gemacht!
Klar haben wir überlegt ob es trotz allem vom Fahren kommen könnte.
ABER: Natasha kennt das Autofahren. Ich wusste es natürlich nicht ganz genau, aber ich denke dass sie auch Zuhause erbrochen hätte.
Sie war auch absolut nicht aufgeregt oder gestresst während dem Fahren.
Tony wollte zurück nach Hause, er sah sofort rot.
Ich wollte weiter, denn innerlich wusste ich ganz genau dass das gut geht. Ich kenne Natasha und habe gesehen dass sie daneben relaxt war. 
So sind wir also weiter (gottseidank).
 
 

 
 
Am Abend, vier Stunden nach der Ankunft am ersten Platz, hat sie dann nochmals erbrochen.
Dann war aber gut.
 

 Hier am Ankunft beim ersten Halt. Sie war sofort auf dem Beobachtungsposten und unglücklich sah sie nicht aus.
 
 
 
Ich habe Abends Natasha Fencheltee gemacht.
Und den hat sie sogar getrunken, ja sie hat ihn geliebt.
Noch drei Tage habe ich ihr diesen Tee gemacht.
Ich hätte nie gedacht dass es Katzen gibt die Fencheltee lieben.
 
 
 
 
 
Hier spielt sie mit Federn und selber gemachtem Spielzeug.
 
 
 
 
Am Morgen muss man erst  mal die Lage chequen.
Natasha trägt das Geschirr nur zum Fahren, danach wird es sofort entfernt.
 
 


Hier zeige ich mal wie so ein Katzentransport vom Auto nach hinten in den Wohnwagen abläuft.
Natasha reist ja in einer grossen, von Tony selber gemachten Box, hinten im Auto.
 

 
 


 
Hier hatten wir die Idee, nach vielen Stunden Fahrt (ich glaube es waren sechs), auf einem Parkplatz zu rasten und mit Natasha nach hinten in den Wohni zu gehen. So eine Art Pause.
Das hat sich aber überhaupt nicht bewährt, denn danach war sie quengelig, denn sie hat ja eigentlich erwartet dass wir nun angekommen sind. Die Weiterfahrt hat sie sehr irritiert.
 
Wir sind oft 8-10 Stunden pro Tag gefahren. Ein oder zweimal sogar 11 Stunden.
Meist hat uns Natasha die ersten 10 - 30 Minuten angeschrien (naja, so schlimm war es nicht).
Sie wollte halt zu uns, und das ging nicht. Danach war meistens Ruhe.
Dann hat sie geschlafen oder war auf ihrem Aussichtsplateau oben.
Sie war nie gestresst, meistens ganz locker, so wie Zuhause.
Ich denke sie hat uns vertraut.
Nach 4 Tagen fahren sind wir dann in Schweden - Lappland angekommen.
In Blattnicksele sind wir dann 11 Nächte geblieben.
Danach sind wir wieder zurück.
Auf dem Rückweg haben wir die Fähre genommen.
Natasha hat das super gemeistert. Es waren ja nur 45 Minuten. Auch auf dem Schiff war sie relaxt.
 
 


Na, wo ist denn die Maus ...
 


 
Es ist halt schon so, dass man in einem Wohnwagen keine Tabuzonen schaffen kann.
Die Katze darf prinzipiell alles. Der Platz ist ja auch so eng.
Mit einer Ausnahme: Wenn ich koche, dann darf sie da nicht rauf, das wäre zu gefährlich.
Es gab also eine einzige Regel, das ging.
 
 
 
 
Ich habe für Natasha hochwertiges Futter in Büchsen und Beuteln mitgenommen.
Sollte ich kein Fleisch zur Hand haben und der Weg zum nächsten Laden wäre zu weit, wäre das die ideale Lösung. Nachdem sie aber mal einen Inhalt einer Büchse erbrochen hat, habe ich nur noch Fleisch gefüttert. Das ging und wir hatten Ruhe vor solchen Überraschungen.
 
 
 
Hier Natasha in Action.
Ihr Lieblingsplatz im Wohnwagen.
 




 
In Blattnicksele haben wir Natasha den Balkon angehängt.
 
Jeden Tag lag sie dort und hat die Aussicht genossen.
Vögel beobachten oder Menschen die ankamen und wieder gingen zu beäugen, das war der Hit.
 

 
 
 
 
Hier geniesst Natasha den kühlen Luftzug des geöffneten Balkons.
Wir durften den Wohni in den Schatten stellen, das war super. So konnten wir auch Ausflüge machen ohne Angst haben zu müssen, dass sich  im Wagen drin eine Bruthitze entwickelt.
 
Leider konnte ich nie mit Natasha an der Leine gehen, da es viele Hunde auf dem Platz hatte.
Ich wollte lieber vorsichtig sein und keine Panik herauf beschwören.
 
 

 
 
Auf der Rückfahrt haben wir in Frankfurt übernachtet.
Es war sehr sehr heiss. Im Auto sahen wir dass draussen 37° war. Im Auto drin war es kühl.
So mussten wir dann die Katze vom gekühlten Auto in den heissen Wohnwagen tragen.
Es ging kein Lüftchen, keine Chance auf irgendwelchen Durchzug.
Im Wohnwagen drin war 40°.
Wir brachten die Hitze fast nicht raus.
Ich musste Natasha die Ohren mit kaltem Wasser kühlen und ich habe ihre Pfötchen in einem Becher gekühlt.
Es waren wohl die stressigsten 2 Stunden für sie.
Abends und Nachts dann auch fast keine Abkühlung, aber immerhin waren es dann "nur" noch milde 30°
 



Wir sind mit Natasha im Auto ca. 5000 km gefahren.
Alles in allem ging alles gut, bis auf den ersten Tag.
Natasha war (bis auf den Hitzetag) nie gestresst oder hat sich gequält.
Sie war wie immer; Neugierig, kaum zu stressen und sehr auf uns bezogen.
Zuhause hatte ich das Gefühl dass sie auf die Weiterfahrt wartet ;)
Es hätte mich nicht gewundert wenn sie mal das Geschirr angeschleppt hätte ...


Unseren Reisebericht könnt ihr
hier klick lesen.

19.5.13

Es mussten noch ein paar Dinge erledigt werden ...




Bald ist es soweit und wir fahren für 4 Wochen nach Schweden.
Wir fahren viel und so haben wir beschlossen dass nur eine Katze mit darf.
Wir haben uns für Natasha entschlossen, da sie sich nicht schnell stressen lässt.
Ich werde berichten.
 
 
Lange habe ich ein Geschirr für Natasha gesucht und nie eines gefunden das wirklich passt.
So habe ich selber eines genäht. Ich bin gespannt wie es sich bewährt.
 





Dann musste ich noch ein Behältnis für Katzenleckerli nähen. Die werden wir wohl viel brauchen. Katze muss ja belohnt werden fürs Durchhalten ... insgesamt werden wir ca. 6000 km fahren.
Ich habe aussserdem aus 1,2 kg Hühnchenherzen Leckerli gebacken. Die liebt Natasha.
 

 
 
 
 
Im Wohnwagen haben wir auch noch einiges erledigt.
Beispiel beim Durchgang zum Klo nochmals eine andere Klappe eingebaut. Diese hier ist jetzt wirklich ganz geräuschlos.
Wer mehr über den Wohnwagenumbau lesen möchte, der KLICKE HIER.
 
 
 


 
Wir sind überzeugt dass wir die richtige Katze ausgewählt haben für die Reise.
Natasha ist die ideale Reisebegleiterin, sie bringt nichts so schnell aus der Ruhe.
Schaut selbst (das Foto ist nicht gestellt, die ging selber da rein!):
 



 
Sie liebt es gelangweilt den Menschen beim hämmern und bohren zu zusehen.
 

 (Tony hat noch die Box für Natasha nochmals ein bisschen aufgemöbelt. Somit wird wohl das Auto ein bisschen besser vom Katzenstreu verschont).

 
Jedenfalls sieht so keine gestresste Katze aus!
 








Djego (oben) und Alina dürfen zu Corinne.
Wir fahren zuviel, das wird viel zu stressig für 3 Katzen.
Im Herbst werden wir wohl das erste Mal alle drei mitnehmen.
 


30.3.13

♥ Leckerli 100% Natur pur, selber gemacht ♥



 
Katzenleckerli (ich nenne sie Katzenchips) aus Hühnerherzen, selber gebacken.
 
 
Wer barft stellt sich früher oder später die Frage welche Leckerli man den Tieren geben soll, denn die meisten gekauften Leckerli werden mit Aromen, Farbstoffen und Konservierungsstoffen versetzt und enthalten meistens auch Zucker und Getreide und andere Beilagen die im Katzenmagen eigentlich nix zu suchen haben.
 
Hier also ein Rezept für 100% gesunde Katzenleckerli:
 
Ich habe 2 Pakete gefrorene Hühnerherzen (à je 300 Gramm) gekauft.
Die gibt's bei uns bei uns in fast jedem Lebensmittelladen (Migr☺s).
Die gefrorenen Herzchen lasse ich antauen, so dass man sie gut schneiden kann.
Ganz aufgetaute Herzchen lassen sich schlecht schneiden.
 




 
Der Fettring wird weggeschnitten, er lässt sich schlecht trocknen. Die verfüttere ich direkt an die Katzen, die meist gierig daneben stehen. Keine Angst weil es viel Fett ist, die Katzen sind beim Barfen eher unterversorgt mit Fett.
 





Die Herzchen werden in dünne Scheiben geschnitten. Pro Herzchen mache ich etwa 4 Schnitte. Es spielt keine Rolle ob ihr die quer oder längs schneidet. Ich schneide sie hier längs.
 





Ich verteile die Scheibchen auf ein Blech oder ähnliches (auf Backpapier).
Man kann sie ziemlich nahe zueinander legen, da sie beim Austrocknen kleiner werden.
 




 
Danach schiebt man die Bleche in den Backofen und stellt den Backofen auf 80%.
 
ACHTUNG!!
Unbedingt eine Holzkelle in die Backofentüre schieben, so dass der Backofen einen Spalt breit offen bleibt. So kann die Feuchtigkeit entweichen.
Nun bleibt das 4,5 Stunden so.
Keine Angst, der Stromverbrauch ist nicht so gross wie man erst befürchtet ( ca. 60 Rappen oder 50 Cent).
 

 
 
 
 
Wichtig ist die Hygiene, also bitte immer gut Hände waschen.
Schneidbrett und Messer nicht mehr für Gemüse oder ähnliches verwenden.





 
Diese Scheibchen hier sind noch nicht fertig gebacken, es darf keine roten Stellen mehr haben.
Diese müssen nochmals in den Ofen (ich habe den Ofen für das Abendbrot gebraucht, darum müssen sie nochmals in den Ofen).
 

 
 
 
 
Diese hier sind fertig gebacken.
Dunkel und knusprig sollten sie sein.
Genau so knusprig wie Kartoffelchips.
Sie werden auf Küchenpapier gekippt und ein bisschen abgetupft.
 
 
 
 
 
 Am besten bewahrt man die Katzenchips in Organzasäckchen oder ganz dünnem Baumwollstoff-Säckchen auf. Nie in Büchsen oder Gläser oder ähnlichem!
 
 
Ich habe getestet wie lange man diese Leckerli aufbewahren kann.
Wenn diese schön trocken gebacken sind und man sie in Stoff an einem trockenen Ort aufbewahrt, sind die auch nach 8 Wochen noch einwandfrei!
Die Scheibchen bekommen nach ein oder zwei Wochen an einigen Stellen weissliche Stellen, das ist normal und nicht grau!
Vor einer Fütterung rieche ich jeweils an den Chips, auf die Nase kann man sich verlassen.
 
600 Gramm frische Herzchen ergeben 100 Gramm trockene Scheibchen.


19.2.13

Wir barfen, na und?!



 
Ein paar Info`s zum barfen (rohe Fleischfütterung).
 
So sieht es aus wenn wir eine Fleischlieferung bekommen.
Fleischlieferanten findet man mit einem Klick an der Sidebar, hier im Blog.


 
Wer hier regelmässig mitliest weiss, dass wir unsere Katzen mit rohem Fleisch ernähren.
Meistens sind Menschen die das erfahren sehr neugierig und fragen viel.
Es kann aber auch vorkommen dass wir belehrt werden was gut sei für unsere Katzen und noch schlimmer, Menschen die uns weis machen wollen dass man Katzen auch vegetarisch ernähren soll und kann. Selbstverständlich kann man alles... Die Frage ist nur ob es gesund ist.
Man bedenke bitte das Katzen den Magen eines Raubtieres haben und dass Katzen sich in der Natur mit Mäuse, Vögel und sonstigen Kleintieren ernähren.
 
Ich habs zwar schon einige male hier erwähnt, aber nochmals zur Erinnerung:
Katzen die mit Trockenfutter ernährt werden, trinken chronisch zuwenig. Das ist nicht gut und fördert so Nierenerkrankungen. Auch ist Trockenfutter KEINE Reinigung für die Zähne! Trockenfutter enthält auch oft Getreide, was für den Organismus der Katze nicht gut ist. Wer mehr dazu wissen möchte, informiere sich bitte im Netz oder hier bei der Rubrik Katzen-Ernährung.
Im Büchsenfutter hats leider viele Zusatz- und Farbstoffe, Aromastoffe, Konservierungsstoffe, Zucker, Getreide und vieles was dorthin nicht gehört.
Trotzdem: Wer nicht barfen kann oder möchte, dem rate ich zu (hochwertigem) Büchsenfutter. Info dazu findet man auch im Netz oder wer Fragen hat darf mich auch anschreiben.
 
Katzen die man nicht barfen kann, die gibt es nicht!
Keine (oder wenige) Katzen futtern freiwillig rohes Fleisch, weil da keine Lockstoffe dran sind!
Ich habe die Hauruckmethode zum barfen gewählt:
Hingestellt und fertig. Das kann man aber nur machen wer mit guten Nerven und mit viel Gelassenheit ausgestattet ist.
Es gibt die Methode vom mischen....Bsp.: Man mischt das gewohnte Futter löffelweise mit gewolftem Fleisch und steigert alle paar Tage die Fleischmenge. Oder man bestreut das rohe Fleisch mit Brösel vom Trockenfutter. Oder man mischt unter das Fleisch einen Löffel Thon aus der Büchse.
Jeder entscheidet selber wie er das machen möchte, alles ist richtig.
Kranke Katzen würde ich sanft umstellen.
Übrigens kann man auch gut alte Katzen auf  Fleisch umstellen oder Katzen mit Nierenproblemen oder Struvitsteinen.
 
Wir barfen nun seit 2009. Erst 2 Jahre zu 50% und danach voll. Das Problem von 50% ist, dass dann einige Katzen nur das futtern das ihnen schmeckt. Ich hatte es nach 2 Jahren satt, dass ich genau immer das wegwerfen musste, das eigentlich hochwertig war. Also haben wir dann ganz auf barf umgestellt.
Ich möchte hiermit noch erwähnen dass es nicht schlimm ist wenn eine Katze mehrere Monate braucht bis sie alles einigermassen futtert, das heisst nicht alle Nährstoffe bekommt. Irgndwann wird auch die Katze selber am liebsten Fleisch mögen. Und auch danach kann es sein dass sie mal dies oder jenes eine zeitlang nicht futtert. Die Katze nimmt bestimmt keinen Schaden davon!
Auch in der Natur ist es so dass die Katzen nicht immer das volle Angebot vorfinden.
Ich rate immer die Portionen hinzustellen und wegzulaufen. Bei der nächsten Fütterung (oder nach ein paar Stunden) wird dann der Rest in den Müll geschmissen und eine neue Portion hingestellt.
Nur am Anfang oder wenn die Katze kränkelt sollte man gucken ob alle Tiere den Futternapf besuchen, damit man einen Anhaltspunkt hat.
Bitte liebe LeserInnen, lasst euch von Hardcore-Barfern nicht abschrecken und verunsichern! Teilweise wird das Barfen fast schon religiös betrieben und da werden Menschen verunsichert mit guten Absichten zum barfen, die aber schnell wieder aufgeben, weil sie Angst bekommen etwas falsch zu machen.
Barfen ist nix anderes als Katzen füttern!
 
Ich rate Anfängern dazu, einfach mal 2/3 bis 3/4  der Tagesration gewolftes Rind mit Innereien zu geben. Das ist Rind mit viel Herz und evtl.noch ein paar andere Innereien. Erstmal ohne Leber oder dann nur Spuren davon, ca. 5% von der ganzen Futtermenge. Herz zählt zu Muskelfleisch und kann öfters verfüttert werden.
Den Rest der Futtermenge gewolfte Hühnerhälse.
Diese Mischungen kann man meistens so kaufen. Einige kaufen sich einen Fleischwolf und mischen selber.
 
Bei uns sieht das so aus (für drei Katzen):
 Am morgen 125 Gramm gewolfte Hühnerhälse (oder Puten) 
und am Abend 250 Gramm Rindermix (oder Lamm).
 Wenn sie davon nicht satt werden, dann darf man die Futtermenge auch ein bisschen steigern oder etwas anderes noch dazu geben (Hühner-Herzchen, Hühner-Mägen Bsp.Weise).
 Wenn sie das futtern, dann sind sie schon ziemlich gut versorgt, aber trotzdem fehlt ihnen noch einiges.
Am besten erstmal eine zeitlang nur so füttern. Drei Wochen darf man das schon.

Dann  zum nächsten Schritt:
Zweimal pro Woche gebe ich dem Rindermix folgendes dazu:
Einen Teelöffel Bierhefe,
1/4 Teelöffel Meersalz,
etwa zwei Kaffeelöffel geraffelte Möhre,
soviel Wasser wie es aufsaugt.

Höchstens einmal pro Woche gebe ich folgendes dazu:
Ein Eigelb roh, ganz wenig (ca. 50 Gramm) Leber (wenn es das Rindermix nicht enthält),
ca. 100 Gramm Lachs (echter Lachs, nicht Lachsforelle).

Man sollte es langsam angehen und wenn du bis hier bist und es auch ohne viel nachzudenken kannst, dann erst solltest du an die Abwechslung denken. Das darf ruhig auch ein paar Wochen bis dahin sein. Es spielt auch keine Rolle wenn du länger in dieser Phase steckst und deine Katze länger als ein paar Wochen braucht.


Um ein bisschen Abwechslung in den Menuplan zu bekommen (vorallem damit sie alle Nährstoffe erhalten) ersetzen wir die Rindmahlzeit am Abend ca. einnmal oder zweimal pro Woche mit Hühnermägen. Einfach nur Hühnermägen und fertig.
Oder eine Mahlzeit mal nur mit Herzen. Hühnerherzen, Rinderherz, Lammherz, was man bekommt.
Wer kein Rind füttern möchte oder nicht kann, der gibt Lamm, Pute oder Hähnchen. Selbstverständlich gehen alle anderen Fleischarten auch (ausser Schwein).
Bitte bedenke bei der Wahl:
Je röter und dunkler das Fleisch, je mehr Taurin enthält es. Das kann man aber Bsp.Weise mit viel Herz kompensieren. Es gibt also immer eine Lösung!


Dann ersetzen wir die Mahlzeit am Morgen manchmal mit Kaninchenfleisch gewolft mit Knochen.

Zwischendurch ca. alle zwei drei Tage (oder auch jeden Tag...je nachdem wie viel die Katze futtert) bekommen sie dazwischen als Leckerli sozusagen, einen Hähnchenflügel oder Hinterbein ganz. Wichtig mit Knochen und Haut, damit die Katze genügend Fett bekommt.
oder
fettiges Suppenfleisch am Stück
oder
ein paar Crevetten (Shrimps)
oder
ein paar Hühnerherzen
oder
ein paar Hühnermägen
oder
ein Küken aufgetaut

Noch möglich wären:
Mäuse aufgetaut
oder
Muscheln
oder
Meeresfrüchte
oder
Pansen
oder
oder .....
Die Katze futtert fast alles!
Wichtig!!!
Nie Fleischstücke mit Knochen kochen und auch nie in die Mikrowelle damit, da gekochte Knochen splittern! Rohe Knochen splittern nicht, auch die vom Hähnchen nicht!

Wir füttern kein Schweinefleisch, keine Mäuse und keine Muscheln.
Schweinefleisch meiden wir wegen dem Aujeszky-Virus,
Mäuse füttern wir nicht weil die extra dafür gezüchtet werden (Küken nicht, die sind ein "Abfallprodukt" der Menschen) und Muscheln habe ich eine Abneigung weil die lebend gefrostet oder gekocht werden.

In Betracht ziehen wir noch ein oder zweimal pro Jahr eine Kur mit Blut zu machen, bin mir aber noch nicht sicher ob es wirklich nötig ist.

Sollte die Katze nur mageres Fleisch bekommen muss man noch Fett beimischen. 20-30% darf schon Fett sein. Schweineschmalz oder Butter sind geeignet. Oder ein richtig fettes Stück Fleisch als Leckerli.
Pflanzliche Fette oder Oele füttern wir nicht, da diese schlecht abgebaut werden, das heisst in der Leber eingelagert werden und es ja eigentlich auch nicht naheliegend ist.

Da man nicht sicher weiss wieviel Taurin eine Katze wirklich braucht, würde ich darauf achten dass die Katzen genügend davon bekommen. Zuviel wird sowieso ausgeschieden, da kann man nix falsch machen.
Taurinhaltig sind:
Herzen
Muscheln und Meresgetier
Mägen.
Hier die wichtigsten.

Wer keine Knochen füttern kann oder das Gefühl hat die Katzen bekommen zuwenig, der kann einmal pro Woche eine feingeriebene Eierschale untermischen. Man beachte aber dass man 5-7% schnell erreicht. Das sind die ungefähren Vorgaben.

Unsere Katzen bekommen manchmal (Urlaub) eine oder zwei Wochen fast nur Hühnermägen oder mal etwas Pute oder Hähnchen. Da passiert gar nix, die Katzen bekommen danach wieder ihr gewohntes Futter und das schadet ihnen nicht.

Bitte beachten:
Die hier aufgelisteten Punkte werden später eventuell manchmal ergänzt oder gestrichen.
Hardcorebarfer finden hier bestimmt auch wieder Punkte die nicht optimal sind.
Besser geht immer.
Aber müssen wir perfekt sein?